Fondslexikon - A
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Aktien
Aktien sind Wertpapiere, welche die Beteiligung an einem Unternehmen (Aktiengesellschaft) verbriefen. Die wesentlichsten Rechte des Aktionärs sind die Beteiligung am Gewinn des Unternehmens und das Stimmrecht in der Hauptversammlung.
Aktienfonds
Fonds dieser Art investieren überwiegend in Aktien, die je nach Anlagestrategie ausgewählt werden. Gemäß den jeweiligen Anlagezielen wird in inländischen, internationalen, branchenspezifischen, länderspezifischen usw. Aktien investiert. Aktienfonds zielen auf ein möglichst hohes Kapitalwachstum ab, sind jedoch mit höherem Wertschwankungsrisiko (Volatilität) verbunden und sollten daher als langfristige Anlage gesehen werden.
Aktives/Passives Fondsmanagement
Zwei verschiedene Investmentphilosophien stehen einander im Fondsgeschäft gegenüber. Auf der einen Seite versuchen Anhänger des aktiven Managements auf Basis ihrer Markteinschätzung, Analysen und mit einer Portion Fingerspitzengefühl die jeweilige Benchmark zu übertreffen. Stock Picking und Market Timing, also die Wahl der richtigen Aktie bzw. des richtigen Zeitpunktes, stehen im Mittelpunkt der Entscheidungen. Die Vertreter des passiven Managementstils sind hingegen der Ansicht, dass die Aktienmärkte so effizient sind, dass es langfristig nicht gelingen kann, das eine oder andere Extra-Prozent an Performance herauszuholen. Die praktische Anwendung dieses Konzeptes sind Index-Fonds. Ob nun dieses Index Tracking dem aktiven Management tatsächlich überlegen ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Wertet man die Anzahl der Fonds, die der einen oder anderen Philosophie anhängen als Indiz, scheint das Vertrauen in die Fähigkeit des Fondsmanagers das Vertrauen in ein theoretisches Modell zu überwiegen.
Alpha
Alpha (auch Intercept) beschreibt, um wie viel der Ertrag einer Investition, unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos, über dem Ertrag der jeweiligen Referenzindizes liegt. Je höher das Alpha, um so besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Markt entwickelt.
Anlagerichtlinien
Jeder Fonds hat fest definierte Anlagerichtlinien, d.h. gewisse Spielregeln, die der Fondsmanager strikt befolgen muss. Die Anlagerichtlinien (oder auch: Anlageziele bzw. -politik) für jeden neuen Fonds werden von der Fondsgesellschaft bei dessen Auflegung vorgegeben. Das Anlageziel muss im Verkaufsprospekt aufgeführt werden und ist meistens dem Namen des Fonds zu entnehmen. Bei einem Fonds, der sich z.B. "Aktien Japan" nennt, kann man davon ausgehen, dass dieser Fonds hauptsächlich in Aktien japanischer Unternehmen investiert.
Anleihen
Anleihen (=Schuldverschreibungen, Renten) sind Wertpapiere, in denen sich der Aussteller (=Schuldner, Emittent) dem Inhaber (=Gläubiger, Käufer) gegenüber zur Verzinsung des erhaltenen Kapitals zu dessen Rückzahlung gemäß den Anleihebedingungen verpflichtet.
Anteil
Verbrieft das Recht, am gesamten Wert des Fondsvermögens einen bestimmten Anteil geltend machen zu können. In einem Anteil kristallisiert sich das Fondsprinzip der Risikostreuung, d.h. er repräsentiert winzige Bruchteile vieler einzelner Aktien, Anleihen oder Immobilien. Die Kapitalanlagegesellschaften sind verpflichtet, Anteile jederzeit zurückzunehmen.
Anteilwert
Der Anteilwert (=errechneter Wert) ergibt sich, indem der Wert des Fondsvermögens zu einem bestimmten Stichtag durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile dividiert wird. Er wird auch Inventarwert genannt. Der Wert eines Anteils wird nicht an der Börse ermittelt, sondern spiegelt bei Wertpapierfonds die Börsenkurse der im Fondsvermögen verwalteten Wertpapiere zuzüglich der bis zum Stichtag aufgelaufenen Erträge, sowie den aktuellen Cash-Bestand wider. Der Anteilwert wird börsentäglich ermittelt und bildet die Basis für Ausgabe- und Rücknahmepreis.
Asset Allocation
Asset Allocation ist die Verteilung des Anlagevermögens auf unterschiedliche Anlageinstrumente und verschiedene Märkte. Bei diesem strategischen Prozess wird die Strukturierung der Veranlagung in Aktien, Anleihen, sonstigen Wertpapieren und Barreserven vorgenommen.
Ausgabeaufschlag
Der Ausgabeaufschlag (oder: Agio) wird beim Kauf des Fonds einbehalten. Diese Gebühr ergibt sich aus der Differenz von Ausgabe- und Rücknahmepreis eines Fondsanteils.
Ausgabepreis
Als Ausgabepreis wird der Preis bezeichnet, den der Anleger beim Kauf eines Fondsanteils zu bezahlen hat. Er ist höher als der Rücknahmepreis. Die Differenz, der so genannte "Ausgabeaufschlag, Agio", ist eine Art Gebühr, die der Anleger beim Kauf des Fonds zu entrichten hat.
Der Ausgabepreis berechnet sich aus:
Ausgabepreis = Rücknahmepreis + Ausgabeaufschlag
Ausschüttung
Die Wertentwicklung eines Fonds hängt neben der Kursentwicklung von den Erträgen ab, die dem Fonds in Form von Zinsen und Dividenden zufließen. Bezüglich der Ausschüttung verfolgen Fonds unterschiedliche Ausschüttungspolitiken: Eine Möglichkeit besteht darin, alle Erträge im Fondsvermögen zu belassen, das heißt, keine Ausschüttungen vorzunehmen. Solche Fonds bezeichnet man als akkumulierende bzw. als thesaurierende Fonds. Die andere Form sind Ausschüttungsfonds. In diesem Fall werden alle Erträge und zum Teil auch lukrierte Kursgewinne in regelmäßigen Abständen (meist einmal jährlich nach Ende des Rechenschaftsjahres) an die Anteilsinhaber ausgeschüttet.
Am Tag der Ausschüttung ("Ex-Tag") reduziert sich der Anteilswert um den Betrag der Ausschüttung. Der Anleger kann sich diesen Betrag entweder bar auszahlen lassen oder eine Reinvestition (Wiederveranlagung) des Ausschüttungsbetrages beantragen. Letztere Variante hat den Vorteil, dass die auf diese Weise erworbenen Anteile meist mit einem Wiederanlagerabatt gutgeschrieben werden.
Ausschüttungsfonds
Bei einem ausschüttenden Fonds werden die Erträge in der Regel einmal pro Jahr ausgeschüttet, d.h. an die Anteilsinhaber ausgezahlt. Die Erträge werden bis zum Ausschüttungstag im Fondsvermögen angesammelt und erhöhen damit im Jahresverlauf den Rücknahmepreis. Durch die erfolgte Ausschüttung vermindert sich der Rücknahmepreis am Ausschüttungstag um exakt den Ausschüttungsbetrag. Wenn man die ausgeschütteten Erträge gleich wiederanlegt, d.h. in zusätzliche Anteile umwandeln lässt, bleibt das Produkt aus Anteilen und Rücknahmepreis je Anteil konstant. Man verliert also nichts dadurch, dass sich der Rücknahmepreis reduziert (von evtl. fälligen Steuern und Wiederanlagegebühren einmal abgesehen)
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